Smart Speaker – ein neuer und intelligenter Mitbewohner für zu Hause


In diesem Metabericht über Smart Speaker, zeigen wir was sie können, welche Vorteile sie haben, wo ihre Grenzen sind und welche gerade auf dem deutschen Markt verfügbar sind.

Was ist ein Smart Speaker und was kann er?

Smart Speaker klingt zunächst nach einem Lautsprecher, aber warum soll dieser nun smarter sein als andere? Genaugenommen könnte doch jeder Lautsprecher, der mehr kann als nur Töne wiedergeben (WLAN, Bluetooth, NFC, Freisprecheinrichtung, Wecker,…) als smart bezeichnet werden. Um wirklich als smart zu gelten muss er allerdings noch etwas mehr mitbringen. Ein Smart Speaker ist eine neue Gerätegattung – ein kabelloser (teilweise gut klingender) Lautsprecher mit Sprachsteuerung und künstlicher Intelligenz, der das Internet integriert und uns den ein oder anderen Handgriff im Haus abnehmen kann. Dabei arbeiten diese Geräte unabhängig von Smartphone oder Computer, lediglich ein Internetzugang über WLAN ist nötig.

Die Zahl der Funktionen und Features reicht von den fast selbstverständlichen Dingen wie das Abspielen eines Liedes oder einer Playlist, über die Abfrage von Wetter und Nachrichten, to-do-Listen erstellen bis hin zu Pizza bestellen und sogar Witzen erzählen. Darüberhinaus kann er Lichter ein- und ausschalten oder dimmen und die Heizung regulieren – quasi ein digitaler Butler. Die Liste variiert je nach Anbieter, verwendeten Apps, genutztem Heimsystem und dahinterstehender künstlichen Intelligenz. Diese wird bislang von Apple (Siri), Amazon (Alexa), Google (Google Assistent) und Microsoft (Cortana) angeboten.

Alexa&Co – das Innenleben der potentiellen Mitbewohner

Alle vier Anbieter arbeiten auf etwas unterschiedlichen Grundlagen und Vorgehensweisen. Allen gemein ist das Wecken des Sprachassistenten durch ein Aktivierungswort. Bestimmte Funktionen und Features sind bereits integriert, andere können z.B. über Apps hinzugefügt werden.

Eine der wichtigsten Funktionen ist die Nutzung des Internets als Informationsquelle. Um treffsichere Antworten zu geben und Vorschläge zu unterbreiten sind die Sprachassistenten auf Informationen aus ihrer Umgebung angewiesen. Sie greifen zum Teil auf Kontaktlisten zu, analysieren Mails und Chat-Protokolle, speichern häufig besuchte Ort und zurückgelegte Strecken sowie Ergebnisse aus zuvor getätigten Web-Suchen. Alle diese Informationen werden in einer Cloud gespeichert, wobei dies , nach eigenen Angaben, nur bei Apple anonym geschieht. Zwar sind die Mikrofone immer offen um den Einsatz durch das Aktivierungwort nicht zu verpassen, allerdings werden Datenpakete erst nach der Aktivierung versendet. Trotzdem, wem seine Privatsphäre heilig ist, sollte auf Alexa&Co verzichten.

Smart Speaker – welche gibt es und welcher ist der beste?

Der Startschuss ist kaum gefallen, tummeln sich schon einige Smart Speaker auf dem Markt. Insbesondere Amazon flutete mit seinen Echos den Markt um möglichst jedem das passende anbieten zu können. Die beste Wahl ist von vielen Faktoren abhängig und kann nicht pauschal beantwortet werden. Deswegen haben wir die Smart Speaker in Kategorien eingeteilt und je einen Favoriten herausgefiltert.

Steht man noch am Anfang seines Smart Home Systems und Musik abspielen ist eine zentrale Funktion, dann sollte es auf jeden Fall einer sein, der eine gute Soundqualität liefert.

Hat man bereits ein gutes Soundsystem und will diesem ein paar Smartskills zufügen, eignen sich auch kleinere Smart Speaker (mit schlechterem Sound), aber hohem Potential für ein gutes Smart Home System – Smart Speaker als digitaler Butler.

Soll das gute Stück auch mit nach draußen, dann sollte die Wahl auf einen Outdoor-Smart-Speaker fallen.

Insbesondere sollte man darauf achten, welche Systeme man bereits nutzt und welche damit kompatibel sind – das sind die Sprachassistenten untereinander in der Regel nicht – sodass sich die Auswahl meist schon von ganz alleine einschränkt.

Smart Spaker mit guter Soundqualität

Sonos One

Seit Anfang Oktober hat Sonos seinen Smart Speaker auf dem Markt, den Sonos One (Amazon, Conrad Electronics). Damit bekommen die Amazon Echos Konkurrenz, allerdings nur die Geräte selbst, der Sprachassistent ist ebenfalls Alexa von Amazon. Eine Besonderheit ist aber, dass man bald zwischen Alexa von Amazon und Google Assistent wählen können soll. Wir sind gespannt ab wann dieses Update zur Verfügung steht und wie gut die Handhabung ist.

Designed ist der Sonos One wie der Play 1, auf dessen Basis er entwickelt wurde. Er kommt kompakt und chic daher in der Größe einer großen Kaffeekanne (16,2 x 12,0 x 12,0 cm; 1,85 kg), auf der Rückseite befindet sich der Netzanschluss und eine Ethernetbuchse.

Die Inbetriebnahme wird etwas unterschiedlich wahrgenommen. Die Einen empfinden sie als aufwändig, für andere ist sie einfach und intuitiv, bemängeln aber, dass sie ca 20 min in Anspruch nimmt. Erst muss der Lautsprecher über die Sonos App konfiguriert werden, bevor Alexa eingerichtet werden kann. Ansonsten ist die App in der Bedienung selbsterklärend und leitet Schritt für Schritt durch die verschiedenen Verknüpfungen oder die Einrichtung der Skills. Allerdings ist immer die Verbindung zum Amazon-Nutzerkonto nötig. Manchmal kommt es zu Problemen beim Verbinden zweier Lautsprecher, zum Glück gibt es von Sonos einen guten Kundendienst, der schnell weiterhilft.

Der Sound wird von allen Seiten gelobt und geschätzt oder sogar als der bestklingenste Smart Speaker gepriesen. Er soll sogar ausgewogener und fülliger als der des Play 1 sein. Die Töne werden differenziert wiedergegeben. Widererwarten bei einem so kleinen Lautsprecher ist der Klang warm und füllig, die Bässe weich, tief und solide. Die Höhen sind knackig und klar. Manche behaupten, dass Zischlaute hörbar wären, doch auf jeden Fall nicht so sehr, dass es stören würde. 2 Lautsprecher lassen sich zu einem Stereosystem koppeln, dabei reicht es einen Sonos One zu haben, der andere kann zum Beispiel auch ein Play 1 sein. Eine tolle Zusatzoption ist Möglichkeit über ein i-Phone mit der TruePlay-Einmessautomatik die Klangqualität nochmals zu verbessern. Die Einstellungen werden gespeichert und können dann auch von einem Android-Gerät genutzt werden.

Für die Sprachsteuerung sind 6 ringförmig angeordnete Mikrofone  mit Richtwirkung eingebaut. Nimmt der Lautsprecher sein Aktivierungswort „Alexa“ war, leuchtet ein LED auf, befindet man sich am anderen Ende des Raumes ist dieses leider schon nur noch schwach sichtbar. Dies ist bei den Amazon Echos besser gelöst, die Aktivierung wird zusätzlich mit einem Audiosignal bestätigt. Die Befehlsstruktur ist sehr einfach („Alexa, spiele Metallica“, „Alexa, lauter“, „Alexa, spiele Musik zum Entspannen“) und funktioniert, wie auch bei den Echos recht gut. Wir würden uns allerdings wünschen, dass die Mikrofone etwas empfindlicher seien. Insbesondere das Aktivierungswort („Alexa“) muss sehr laut gesprochen werden, lauter als die Umgebungsgeräusche, auch die Antwort wird sehr laut wiedergegeben. Im Gegensatz dazu reicht bei den Echos fast schon ein Flüstern. Es scheint also, dass der Noise-Supression-Algorithmus erst nach Aktivierung eingesetzt wird. Dieser filtert die Umgebungsgeräusche heraus und auch die Musik wird für die Erfassung des Befehls gedämpft.

Zusätzlich zu Sprachsteuerung gibt es noch ein paar Tasten auf der Oberseite des Lautsprechers für die Lautstärkenregelung, einen Musiktitel zu überspringen und das Mikrofon ein- und auszuschalten.

Welche Features hat der Sonos One noch zu bieten?

  • Die Liste der Musikstremaing-Dienste wächst ständig. Darunter sind die bekannten, wie Apple Music, Spotifz, Amazon Music, Deezer oder TuneIn, aber auch noch unbekanntere – einfach mal durchschauen. Leider ist mit den meisten Standard-Abos der Anbieter kein paralleles Streaming in den verschiedenen Räumen möglich, dazu ist meist eines der teuren Familien-Abos nötig, außer bei Napster.
  • es können sämtliche Alexa-Geräte angebunden werden
  • mit den Echos kann andersherum auch das Sonossytem gesteuert werden
  • weitere kompatible Geräte: Philipps Hue Malpen
  • der Sonos One kann auf die akustischen Gegebenheiten des Raumes angepasst werden
  • der Sonos One spielt nicht nur Songs nach Ansage, man kann ihn auch fragen, welcher Song gerade läuft

Der Sonos One präsentiert sich sehr überzeugend, trotzdem gibt es den ein oder anderen Nachteil. Manche Funktionen sind nur mit einer zusätzlichen App (z.B. Gruppen hinzufügen) nutzbar. Es ist zwar möglich Raumnamen manuell zu vergeben, leider werden diese aber vom Sprachassistenten nicht erkannt, man muss sich also mit den verfügbaren Standardnamen zufrieden geben. Ist Alexa aktiv, kann es passieren, dass sie auch auf den Ton des Fernsehers oder Gesprochenes reagiert, auch wenn das Aktivierungswort nicht benutzt wurde – das ist wirklich etwas nervig, kann umgangen werden, wenn man den Lautsprecher etwas entfernt aufstellt oder Alexa deaktiviert, wenn man während eines spannenden Films seine Ruhe haben möchte. Selbst wenn der Sonos Connect angeschlossen ist, kann der Sonos One keine Inputs verarbeiten, das bedeutet zum Beispiel, dass der Ton des TV nicht über den Lautsprecher wiedergegeben werden kann- wirklich sehr schade, da der Sonos One durchaus eine bessere Soundqualität bietet, als die meisten TV-Geräte.

Möchte man sein Sonos System um die smarten Features ergänzen und zusätzlich eine portable Musikquelle mit guter Soundqualität haben, ist der Sonos One die beste Wahl. Strebt man nur eine smarte Erweiterung an, reicht auch der wesentlich kleinere und günstigere Amazon Echo Dot aus, mit dem ein vorhandenes Sonos System ebenfalls gesteuert werden kann. In seiner Preis- und Gräßenklasse ist er definitiv der beste und bestklingendste. Der Preis liegt auf dem gleichen Niveau wie der Play1, somit gibt es Alexa quasi gratis obendrauf – das macht die kleinen Einschränkungen locker wieder wett.

In der Kategorie Smart Speaker mit guter Soundqualität ist der Sonos One eindeutig unser Favorit (Amazon, Conrad Electronics).

Amazon Echo (2nd gen)

Der Amazon Echo der 2. Generation (14,9 x 8,8 x 8,8 cm) erscheint uns wesentlich attraktiver als die erste Generation – die Lichter und die Außenhülle sind variabel in unauffälligem Design. Auf der Oberseite ist er mit 2 Tasten, der Aktivierungstaste und der Mutetaste sowie einem Lautstärkering versehen, am häufigsten wird wohl die Stummschalttaste genutzt werden.

Enttäuschend war zunächst der Sound, erst nach einem Update der Firmware ermöglicht auch der Echo ein gutes Hörerlebnis. Der Klang ist wesentlich dynamischer als erwartet, jedoch nicht so gut definiert und detailiert, dafür bringt der Echo einen tiefen Bass mit. Bezüglich der Stimme gehen die Meinungen auseinander, die einen sagen, sie klingt natürlich und klar, andere empfinden sie roboterhaft und hoffen, dass sie mit den nächsten Updates besser wird.

Für die Sprachsteuerung sind 7 Mikrofone ringförmig angeordnet um einen optimalen Empfang aus jeder Ecke des Raumes zu haben, das Filtern der Sprachbefehle aus den Nebengeräuschen funktioniert super.  Alexa kann entweder über die Aktivierungstaste auf der Oberseite oder das Aktivierungswort „Alexa“ aktiviert werden. Die aufleuchtenden LEDs zeigen an, dass Alexa bereit ist und aus welcher Richtung der Befehl kommt – es leuchten nur die entsprechenden LEDs auf und bewegen sich mit, wenn sich im Raum bewegt – eine nette Eigenschaft, die dem Lautsprecher etwas lebendiges gibt.

Neben dem Input über WLAN und Bluetooth ist der Echo mit einem 3,5mm Output ausgestattet, sodass auch Altgeräte angeschlossen werden können.

Keine große Überraschung ist, dass man mit dem Lautsprecher von Amazon auch Bestellungen dort tätigen kann. Auch hier ist die Liste der kompatiblen Anbieter lang. Sie reicht von Amazon Prime, Audible, TuneIn über Spiegel online, Sky Sport bis zu tado,Netatom und Philips Hue. Bei Spotify muss der Sprachbefehl klar definiert sein – „Alexa, spiele Lieblingsplaylist von Spotify). Alexa ist nebenbei auch sehr unterhaltsam und lustig. Man kann sie bitten Witze zu erzählen oder sie antwortet mit Filmzitaten, z.B. beim Ausschalten mit „Ich komme wieder“ aus Terminator oder „Hasta la vista, baby“.

Die bereits integrierten Funktionen können durch zusätzliche Apps erweitert werden. Mit der App von der Deutschen Bahn lassen sich Zugverbindungen heraussuchen – „Frag Deutsche Bahn nach einer Verbindung von München nach Hamburg“.

Insgesamt wird der Echo von Amazon hoch gelobt – er soll der beste Lautsprecher mit Rundumsorglospaket sein, dazu ist er kleiner , attraktiver und günstiger als die erste Generation und somit das beste erschwingliche Multiraum-System auf dem Markt. Ein hervorragender Einsatzort ist die Küche, man kann sich bequem weiter um das Essen kümmern und muss sich nicht Hände waschen, bevor man Musik abspielen kann, die nächsten Schritte aus dem Rezept erfahren möchte oder den Timer für den Backofen stellen muss. Sind das jedoch die einzigen oder Hauptgründe für einen Smart Speaker ist man mit dem Echo Dot besser bedient – das alles kann der auch und ist dazu wesentlich kleiner und günstiger.

Amazon Echo Plus

 

Der Echo Plus ist die Erweiterung des Echos. Er verfügt über einen Smart-Home-Hub, der die Verbindung zu kompatiblen Geräten vereinfacht („Alexa, suche nach meinen Geräten“) und somit das Potential hat, als Schaltzentrale eines mächtigen Multiraum-Alexa-Systems zu fungieren.

Er verfügt über einen integrierten ZigBee-Smart Home-Hub, mit dem man kompatible ZigBee-Lampen, Stecker und mehr von Marken wie Philips Hue, Lupusec und weiteren ganz einfach direkt einrichten kann, ohne, dass ein zusätzlicher Hub erforderlich ist. So ist der Tee am Morgen quasi schon fertig bevor man aus dem Bett krabbelt.

Google Home – die Suchmaschine fürs Wohnzimmer

Der Google Home (zum Beispiel erhältlich bei Amazon oder Conrad Electronics) kommt ganz unscheinbar daher. Man könnte ihn auch leicht für einen Dekogegenstand oder eine Blumenvase halten. Der untere Teil lässt sich austauschen und den Lautsprecher an die Einrichtungsfarben anpassen. Die 12 LEDs haben verschiedene Funktionen – weiß leuchtend zeigen sie die Lautstärke an, bunte Farbspiele visualisieren laufende Sprachaufnahmen bzw. -ausgaben. Auf der Oberseite befindet sich ein Touchfeld, über das man die Lautstärke regeln kann, auf Pause schalten und Fortsetzen. Der Aktivierungsknopf für den Sprachassistenten ist auf der Rückseite – normalerweise braucht man den nicht, aber es kann auch mal vorkommen, dass das Aktivierungswort nicht gehört wird.

Der Google Home liefert eine gute Soundqualität, ist aber für große Räume zu schwach. Dafür gibt es eine ausgefeilte Multiraumfunktion, die eine extra Lautstärkenregulierung für jeden Raum ermöglicht.

Den Sprachassistenten gibt es auch auf Deutsch. Er funktioniert selbst bei lauter Musik oder einer elektrischen Zahnbürste im Mund. Die Far-Field-Technology ermöglicht es sogar Sprachbefehle aus angrenzenden Räumen, bis zu 10 m, aufnehmen zu können. Ein Nachteil ist allerdings, dass die Lautstärkenregelung für Musik und Sprachassistent geteilt wird, was dazu führt, dass bei leiser Musik, auch Google Assistent leise ist.

Google Assistent besitzt schon eine erweiterte Intelligenz und versteht auch Kontextfragen – „Wie heißt der Nobelpreisträger der Physik 2012?“, „Wie alt ist er?“. Leider gibt es noch Fehler in der Sprachwiedergabe. Die Antworten fallen zum Teil auf Deutsch oder Englisch aus. Voraussichtlich soll das aber mit den nächsten Updates behoben werden. Was er jedoch nicht kann, sind Befehlsketten ausführen. Jede Anfrage muss wieder mit „Ok, Google“ gestartet werden.

Das Smart Home Zusammenspiel funktioniert problemlos, bislang gibt nur wenige kompatible Geräte. In diesem Punkt ist Amazon schon einen wesentlichen Schritt voraus. Leider gibt es keinen Bluetoothanschluss. Weitere Lautsprecher können somit nur über WLAN oder Chromecast – teuer und kompliziert – angeschlossen werden.

Ein lustiges Feature ist die Quizshow, die man zusammen mit dem Google Assistent und Freunden spielen kann.

Smart Speaker als digitaler Butler

Sie nennen sich zwar auch Lautsprecher sind aber nicht wirklich als solcher empfehlenswert. Da sie aber über smarte Eigenschaften verfügen, können sie auch als Bindeglied zwischen einem bereits vorhandenen System dienen oder das Smart Home System weiter ausbauen. Wozu sie allemal nützlich sind, ist in der Küche, um zum Beispiel Rezepte vor zu lesen.

Amazon Echo Dot

Unter der Vielfalt der Smart Speaker, die Amazon auf den Markt geworfen hat, befindet sich natürlich auch ein „digitaler Butler“ – der Echo Dot, erhältlich bei Amazon oder Conrad Electronics.

Der Echo Dot wirkt auf uns wie der Echo, dem der Kopf abgehackt wurde oder etwas weniger makaber ausgedrückt sieht er aus wie ein schwarzer Hockeypuk (3,2 x 8,4 x 8,4 cm) – auf jeden Fall ist er klein und leicht. Am Lichtring kann man erkennen, wie hoch die Lautstärke und ob Alexa aktiv ist. Hinter dem perforierten Ring ist der Lautsprecher angebracht, auf der Oberseite befinden sich die Power-Taste, die Aktivierungstaste für das Mikrofon und 2 Tasten für die Lautstärkenregelung. Die Unterseite ist mit einer Haftschicht versehen, so kann der Dot auch auf feuchtem Untergrund nicht wegrutschen, ein großer Vorteil in Küche und Bad. Allerdings kann man ihn nicht ohne Weiteres von einem Raum in den anderen mitnehmen, da er immer eingesteckt sein muss, das macht ihn dann doch etwas unflexibel um das Smart Home System von überall aus zu steuern.

Dem Klang des Dots fehlen vor allem die tiefen Töne und er klingt, als ob jemand versucht hätte ihn zu ersticken, während er schlief. Als Wecker, um Nachrichten vorzulesen oder kurze Ansagen wiederzugeben ist er völlig ausreichend.

Das Setup dagegen ist sehr einfach – einstecken, App starten und loslegen, die App leitet Schritt für Schritt. Während das Setup unkomplizierter ist als beim Echo, ist der Dot wesentlich langsamer. Das kann manchmal sehr frustrierend und nervig sein, wenn die Kommandos dann wiederholt werden müssen.

Der Dot kann über Bluetooth oder einen 3,5mm Anschluss mit anderen – besser klingenden Lautsprechern – verbunden werden; das ist auch die Empfehlung von Amazon. Wir raten unseren Metabericht über Bluetooth-Lautsprecher zu lesen – unsere Empfehlung ist der UE Boom 2. Am besten stellt man den Dot ca 1m vom gekoppelten Lautsprecher auf; um eine Verbindung herzustellen drückt man einfach auf „connect“ bzw. auf „disconnect“ um sie zu entfernen. Um die Lautstärke zu regulieren dreht man die Anlage oder den Lautsprecher voll auf und stellt sie dann am Dot ein – alles andere würde auch keinen Sinn machen wir wollen mit einem Smart Speaker ja den Extragang vermeiden.

Ansonsten hat der Dot die Eigenschaften, die fast alle Smart Speaker mit sich bringen – Musik abspielen (was für ein Wunder für einen Lautsprecher), Hörbücher vorlesen, Nachrichten und Wetterberichte wiedergeben, Sportergebnisse berichten, Alarm, Licht- und Heizungssteuerung, Streaming zu Bluetooth-SPeakern (das ist mit dem Echo nicht möglich), allerdings nur, wen dieser keinen Pin erfordert.

Der Dot ist definitiv nicht geeignet als Lautsprecher im ursprünglichen Sinne verwendet zu werden. Dafür hat er ganz andere Vorzüge. Er bringt platzsparend Alexa ins Haus und ist die beste Option sein bestehendes Soundsystem zu modernisieren.

Unter den „digitalen Butlern“ ist der Echo Dot eindeutig unsere erste Wahl.

Google Home Mini – kleine Varainte des Google Home

Der Google Home Mini ist klein, unauffällig und ziemlich chic. Seine Oberfläche ist mit Stoff überzogen, was ihn edel erscheinen lässt und die Tasten verdeckt. Klein und dezent sind 4 LEDs auf der Oberseite angebracht um die Funktionalität anzuzeigen. Den Home Mini gibt es in drei Farben – schwarz, weiß und rot.

Die Tasten sind keine Knöpfe, sondern Touchfelder, tippt man rechts wird er lauter, links leiser. Die Stummschalttaste befindet sich auf der Rückseite, so dass man sie blind ertasten oder den Lautsprecher anheben muss.

Der Home Mini ist nur mit einem Micro USB für das Netzkabel ausgestattet, Verbindung zu anderen Geräten ist ausschließlich mit Google Cast oder Chromecast möglich.

Ein großes Plus bekommt der Home Mini bei der Sprachsteuerung. Die Ansprache funktioniert außergewöhnlich gut, bei der Spracherkennung gibt es nur einige wenige Ausnahmen, die Probleme bereiten.

Wie auch beim Amazon Echo Dot eignet sich der Google Home Mini nicht als Lautsprecher zur Musikwiedergabe, der Klang ist nicht besonders voll, was bei einem Lautsprecher dieser Größe im Grunde nicht anders zu erwarten war. Dafür ist er eine umso bessere kleine, unauffällige Erweiterung für ein Smart Home System.

ILUV AudCLick

Der Vollständigkeit halber erwähnen wir hier noch den AudClick von ILUV. Ebenso wie der Dot und der Home Mini, eignet er sich nur als Hardware Mittler. Er hat eine Batterielaufzeit von 3 Stunden und kann über WLAN oder Bluetooth angebunden werden. Ein großer Nachteil ist, dass das Mikrofon immer erst durch Tippen auf der Oberseite aktiviert werden muss – widerspricht unserer Meinung nach etwas der Grundidee eines Smart Speakers.

Manchmal lohnt sich auch ein Preisvergleich zum Beispiel bei Conrad Electronics.

Outdoor-Smart-Speaker

Ultimate Ears BLAST/MEGABLAST Bluetooth Lautsprecher

Auch UE springt auf den Zug auf und rüstet seine zwei besten Pferde im Stall mit künstlicher Intelligenz auf. Der UE Boom 2 wird zum UE Blast und der UE Megaboom zum UE Megablast.

Die Designs sind fast identisch zum Boom2 und Megaboom, an den Kanten sind sie etwas weicher gestaltet und in gedeckteren Farben erhältlich, bringen aber sonst die gleichen Eigenschaften mit – ein wager Versuch den robusten Outdoor Lautsprecher etwas häuslicher zu gestalten.

Der Sound ist mit dem des Boom 2 und Megaboom vergleichbar. Der Megablast ist sogar noch etwas lauter, die Bässe haben noch mehr Druck und die Höhen kommen gut durch.

Das Innenleben besteht wie beim Sonos One und den Echos aus Alexa von Amazon und funktioniert ebenso gut, erst ab einer Lautstärke von 7 von 10 muss man näher herangehen, damit Alexa uns versteht. Ein weißes LED auf der Oberseite leuchtet heller auf, wenn das Aktivierungswort erkannt wurde und blinkt, wenn der Befehl verarbeitet wird oder Alexa antwortet, ist Alexa still leuchtet ein rotes LED.

 

Neben den bewährten Outdooreigenschaften robust, staub- und wasserdicht, schlagfest liegt auch hier die Batterielaufzeit bei 12 bzw. 16 Stunden. Über die Bluetoothschnittstelle dient das Smartphone als Zuspielgerät, jedoch mit etwas eingeschränkter Sprachsteuerungsfähigkeit.

Der Schwerpunkt des UE Blast und UE Megablast liegt nach wie vor auf der Outdoornutzung, für diesen Zweck erscheint uns aber der Boom 2 oder Megaboom sinnvoller. Für die Heimnutzung gibt es günstigere Alternativen – mit ähnlich gutem Klang zum Beispiel den Sonos One oder als Hardwaremittler der Echo Dot.

Fazit

Mittlerweile sind schon einige Smart Speaker auf dem Markt und es werden noch mehr folgen. Bevor man sich einen zulegt, sollte man sich auf jeden Fall gut überlegen, für was man ihn am liebsten verwenden möchte und bedenken, welche Systeme man schon im Haus hat. In der Kategorie Smart Speaker mit guter Soundqualität ist der Sonos One unser Favorit. Man kann ihn als alleinstehenden Lautsprecher verwenden, sein Smart Home System steuern oder auch einfach nur aufrüsten. Soll dagegen nur eine bestehende Anlage modernisiert bzw. smarter gemacht werden würden wir zum Amazon Echo Dot greifen. Im Outdoorbereich sind zur Zeit nur die beiden von Ultimate Ears – Blast und Megablast – zu finden; kann man machen, muss man aber nicht. Für den hauptsächlichen Outdoorgebrauch empfehlen wir nach wie vor den UE Boom 2 und dort liegt auch der Schwerpunkt der UEs.

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